Curcuma longa ______________________________
Welchen Einfluss hat Curcuma longa auf Krebs
begünstigende Faktoren?
Curcuma longa hemmt Cyclin D1: Cyclin D1 ist ein natürlicher Eiweissfaktor, der den Zellteilungszyklus stimuliert, also die Zellteilungsrate erhöht und somit ein wichtiger Regulator für Zellwachstum ist und unter anderem erhöht bei Brustkrebs, Prostatakrebs, Ösophaguskrebs, CLL,
Plasmazell-Lymphom, Dickdarmkrebs vorgefunden wurde. Somit hat Curcuma eine anticancerogene Wirkung auf verschiedene Tumorarten.
Curcuma longa senkt C-Jun N-terminal Kinase. Kinasen sind Enzyme, die ATP auf Zieleiweisse
übertragen. C-Jun ist ein Transkriptionsfaktor, ein Eiweissprodukt, welches Gene "abliest" und zu
einer Übersetzung in Boten-RNA als Vorlage zu jeder Eiweisssynthese dient, welche wiederum am
Zellteilungsprozess beteiligt sind.
Gleiches gilt für die Aktivität der Transkriptionsfaktoren AP1 und NF Kappa-B, welche bei
Tumorerkrankungen erhöht sind und durch Curcuma longa
erniedrigt werden. Curcuma longa reduziert Cyclooxygenase 2 (COX2), welche aus Arachidonsäure
die Bildung von Prostaglandinen verstärkt, welche massive Zellwucherungsvorgänge verursachen.
Curcuma longa reduziert die Bildung von MMP 9, einem Matrix - Metalloprotein, welches notwendig
ist, dass Tumorzellen durch die Doppelmembran des Bindegewebes (Matrix) hindurchbrechen (sich
durch die Wand hindurchbohren), um in die Blutgefäße zu gelangen. Somit reduziert Curcuma
longa das Einbrechen von Metastasenzellen in die Blutbahn und
somit deren Ausbreitung!
Curcuma longa hemmt auch die Bildung von Adhäsionsmolekülen. Diese werden von
Metastasenzellen benötigt, damit diese nach Eindringen in die Blutgefäße an Fernstellen innerhalb
der Gefäße "andocken" oder anheften können, um dann durch die Gefäßwand hindurch in andere
Organe oder Gewebe einzudringen.
Curcuma longa hemmt die Aktivität von uPA (Urikinase Plasminogenaktivator), ein Eiweiss und für
den Durchbruch von Tumorzellen durch die extrazelluläre Matrix (Bindegewebe) in die Blutbahn
mitverantwortlich ist.
Curcuma longa erhöht die Levels von p53, einem Tumor-Supressorgen, das in Interaktion mit dem
calciumabhängigen tumorzelltoxischen NO-Gas steht. Das gleiche Gas, das Tumorzellen und auch
andere Zelltypen produzieren, um intrazelluläre Erreger wie Protozoen, Pilze und Viren zu
vernichten und danach den natürlichen und vorprogrammierten Zelltod auszulösen.
Curcuma reduziert die Levels von Bcl2, einem Onkogen,
dessen Eiweißprodukt an der äußeren Mitochondrienmembran andockt und die
Mitochondrienschleusen schliesst, was zu einem Zusammenbruch des natürlichen, normalen und
vorprogrammierten Tod von veralterten, geschädigten und entarteten Zellen durch den dafür
nötigen Calciumeinstrom führt.
Curcuma longa erhöht den programmierten Zelltod (Apoptosis)
durch Erhöhung der Levels von Cytochrom C, dem mobilen Elektronenüberträger in der
Atmungskette zwischen dem 3. und 4. Schritt in der Atmungskette. Cytochrom wandert in das
Zellplasma, und seine Erhöhung löst den Abbau von Zellkern-DNA aus. In Krebszellen liegt ein
beschleunigter Abbau von Cytochrom C vor, was zu Störungen in der Atmungskette im Komplex 4
führt. Interessant dabei ist auch die Tatsache, dass Curcuma longa auch die NO-Synthese
anregenden Typ-1-Cytokine TNF und IL12 hemmt, was zu einer antiinflammatorischen Wirkung
führt.
Curcuma longa hemmt die Synthese des EGF (Epithel Growth
Faktor), einem Eiweißmolekül, das Zellteilungsprozesse stimuliert, also wachstums fördernd ist. Es
hemmt gleichzeitig die Rezeptoraufnahme der Zelle von Egr-1 (Epithel Growth Rezeptor), der
Andockstelle von EGF (zellteilungserhöhend). 80 Prozent aller Tumore haben epithelialen Ursprung!
Curcuma longa hemmt die Expression von HER 2, einem Rezeptor bei Brustkrebs, der bei jedem
4ten Brustkrebsfall nachgewiesen wurde. Diese Rezeptoren werden durch ein Medikament Namens
Herceptin blockiert (Antikörper). Curcuma longa tut dies neben all
seinen anderen Tumor hemmenden Eigenschaften ebenso!
Somit hemmt Curcuma longa die inneren und äußeren Signal- und Stimulationswege von
Krebszellen.
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